„Zu wollen, zu wagen, zu wissen, zu schweigen“
„Nur wenige Menschen ahnen was Gott aus ihnen machen würde, wenn sie sich ihm ganz überließen“ - hl. Ignatius von Loyola
Twelve-Tribes-Network ist eine Initiative und ein Forschungsprojekt mit dem Blick auf die antiken jüdischen und christlichen, mystischen und esoterischen Traditionen. Frei von den ethnischen und abgrenzenden Elementen stehen die beiden esoterischen Schulen für ein mächtiges Werkzeug der spirituellen Entwicklung, das heute wie ein Schatz wiederentdeckt, belebt und angewendet werden kann. Die Kenntnis der antiken spirituellen Tradition ist unumgänglich, um die Lehre Jesu Christi und Seine Symbolsprache richtig zu verstehen.
Diese Kenntnis ist ein Pfad, der den suchenden Menschen zum Weg der inneren Erkenntnis führen kann, zum Weg des direkten Wissens oder Gnosis. Viele antike und moderne Mystiker haben sich mit diesem Thema befasst und uns in ihren Werken Hin- und Wegweiser hinterlassen, wie ein Mensch den „Weg“ finden kann und welche Voraussetzungen er oder sie dafür erfüllen muss. Das sind unter anderem Schriften von Kabbalisten, frühen Kirchen- und Wüstenväter, christlichen Mystikern, Werke wie „Meditation on the Tarot“ von Valentin Tomberg, „Gnosis“ von Boris Mouravieff, „Rosa Mira“ von Daniil Andreev, Werke von Gurdjev und Ouspensky, „The New Man“ von Maurice Nicoll, Traktate und Notizen von Papus, Eliphas Levi und Paul Brunton. Sie verlangten alle nach „mehr“, sie gaben sich mit der Oberfläche nicht zufrieden, sich suchten den geheimen Pfad, der sie ins Zentrum ihres eigenen Daseins führen kann. „Erkenne dich selbst und du erkennst Gott“, lehrte der hl. Antonius. Das ist der schmale Weg der inneren Kirche - die Kirche von Johannes, den nur wenige Menschen finden. Und nur die wenigste Menschen schaffen es durch die „Nadelör-Pforte“ zu kommen. Sie müssen dafür „alles verkaufen, was sie haben“ um „die Perle von großem Wert“, die in einem „Feld“ versteckt ist, zu erwerben.
Diese Menschen werden „arm im Geiste“, sie „hungern“ nach Wahrheit und Gerechtigkeit, sie sind selig, denn sie sind „Friedensstifter“, die „Himmel“ und „Erde“ in ihrem Herzen vereinen und mit allem in Liebe Eins werden. Es wurde ihnen offenbart, dass „so wie Unten ist auch Oben und so wie Oben ist auch Unten“, sie haben ihre Konzentration „einfach“ gemacht und ihre Arbeit in ein „Spiel“ verwandelt. Diese Menschen begeben sich auf den „Weg“ weil sie keine andere Wahl haben. Sie haben erkannt, dass nichts in dieser Welt die Sehnsucht ihrer Seele stillen kann, denn „die Welt die sie sehen, bietet ihnen nichts was sie wollen“. Sie haben ALLES hinter sich gelassen, um IHM zu folgen. Ihr Blick ist immer nach Innen gerichtet, denn nur dort das Himmelreich Gottes gefunden werden kann. Sie haben schon erfahren, was es bedeutet „in der Wüste“ zu sein, den Schmerz der Transformation und der Versuchung „den Stein ins Brot zu verwandeln“ zu ertragen. Sie können aber nicht anders, als dem engen und steilen Pfad, wie schmerzvoll und einsam er auch sein mag, weiter zu folgen, der sie auf den Berg der Verklärung führt. Diese Menschen, ohne einander zu kennen, befinden sich in einer mystischen Gemeinschaft miteinander. Sie begegnen sich im „Hause des Heiligen Geistes“, im Tempel, der nicht von Menschenhänden errichtet wurde. Sie sind seelisch miteinander vernetzt und zusammen arbeiten sie auf die Erlösung der Menschheit hin. Es ist jedoch ein großes Glück, wenn diese Pilger, die „ihre Stadt“ verlassen haben, sich während ihrer Wanderung physisch begegnen. Diese Webseite ist solchen Menschen gewidmet - meinen unbekannten aber geliebten Brüdern und Schwestern, die schon auf dem „Weg“ sind, für diejenige, die auf dem „Pfad“, der zum „Weg“ führt, wandern und für alle diejenige, die nach diesem Pfad mit der ganzen Sehnsucht ihres Herzens suchen - den mystischen und spirituellen Zwölf Stämmen Israels.
„What is a saint? A saint is someone who has achieved a remote human possibility. It is impossible to say what that possibility is. I think it has something to do with the energy of love. Contact with this energy results in the exercise of a kind of balance in the chaos of existence. A saint does not dissolve the chaos; if he did the world would have changed long ago. I do not think that a saint dissolves the chaos even for himself, for there is something arrogant and warlike in the notion of a man setting the universe in order. It is a kind of balance that is his glory. He rides the drifts like an escaped ski. His course is the caress of the hill. His track is a drawing of the snow in a moment of its particular arrangement with wind and rock. Something in him so loves the world that he gives himself to the laws of gravity and chance. Far from flying with the angels, he traces with the fidelity of a seismograph needle the state of the solid bloody landscape. His house is dangerous and finite, but he is at home in the world. He can love the shape of human beings, the fine and twisted shapes of the heart. It is good to have among us such men, such balancing monsters of love. - L. Cohen, Beautiful Losers (1966)

Mein Traum, meine Vision und mein Projekt sind eine semi-monastischen Gemeinschaft im Geiste des hl. Franziskus von Assisi und iro-schottischen Christentums zu gründen, in der Menschen in Einfachheit und Verbundenheit mit Mutter Erde leben, die Kraft der Pflanzen, Steine und Tiere entdecken und sich mit der ganzen Schöpfung in Liebe und Dankbarkeit vereinen können. Sie lernen den Weg zu Erleuchtung und Theosis (Gott-werden) finden, Christus in sich zum Wachsen und zum Scheinen zu bringen. Ein Ort, an dem Gott in Geist und in Wahrheit angebetet alles Äußerliche überwunden wird und Menschen einander in Liebe und Güte begegnen. Ein Ort, der von den weltlichen Strukturen unabhängig ist. Ein Ort ohne Gier, Machtsucht, Konkurenz und Stolz. Ein Ort für die Menschen, die festgestellt haben, dass die Welt in der sie leben ihnen nicht das bieten kann, was sie brauchen (the world I see holds nothing what I want). Sie machen sich auf den Weg "die Perle vom großen Preis" zu finden und zu erwerben, auch wenn sie dafür alles verkaufen müssen, was sie haben.
